Über Nacht auf ein neues System: Die Papeterie Cadonau in Gstaad

Drei Tage lang liess sich in der Papeterie Cadonau keine Kasse mehr starten. Da holte Irene Heller eine neun Jahre alte Offerte aus der Schublade. Wie das Traditionsgeschäft aus Gstaad mitten in der Hochsaison innert eines Tages auf die Lösung von Curion wechselte.

Wer in Gstaad Malbedarf, Bastelmaterial oder Schreibwaren sucht, kommt an der Papeterie Cadonau nicht vorbei. Es gibt in der Region schlicht kein anderes Geschäft mit diesem Sortiment. Seit 1938 gehört die Papeterie zum Dorf und als Familienunternehmen wird es heute in dritter Generation geführt. Viele Kundinnen und Kunden standen schon als Kinder vor den Regalen und bringen heute ihre eigenen Kinder mit. «Es sind sehr viele, die es schätzen, dass es uns noch gibt. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich», sagt Irene Heller, die seit 24 Jahren im Geschäft mit einem Team von sieben Personen arbeitet.

Wenn die Hauptkasse streikt

Hinter den Kulissen arbeitete die Papeterie über Jahrzehnte mit derselben Branchensoftware. Das System stammte ursprünglich aus dem Drogeriebereich und wurde ab etwa 2017 nicht mehr weiterentwickelt. Auch der Service fiel weg. «Da bin ich nervös geworden», erinnert sich Irene Heller. «Ich wollte einen Plan B, falls es von einem Tag auf den anderen nicht mehr geht.»

Diesen Plan B fand sie schon damals bei Curion. 2017 reiste sie in die Ostschweiz, schaute sich die Lösung an und besuchte eine Papeterie, die bereits damit arbeitete. Die Offerte legte sie in die Schublade. Für den Fall der Fälle.

Der Fall trat ein. Zuerst fiel ein Computer aus, dann der Touchscreen und eine Kasse. Im Frühling 2026 schliesslich streikte die Hauptkasse, an der im alten System alles hing. Drei Tage lang liess sich die Kasse mehr starten. Bei vier Kassen auf zwei Etagen und insgesamt sechs Arbeitsplätzen ist das für ein Fachgeschäft ein ernstes Problem.

Irene Heller zog die Offerte von 2017 aus der Schublade. Das Erstaunliche: Sie war zu rund 90 Prozent noch aktuell, die Konditionen hatten sich kaum verändert. «Wir konnten sie fast unverändert auslösen.»

Am Abend eingerichtet, am Morgen gearbeitet

Die Umstellung fiel mitten in die Sommer-Hochsaison. Der Zeitplan war entsprechend knapp: Nach Ladenschluss richteten die Beteiligten die neue Kassenumgebung ein, ein lokaler IT-Dienstleister aus Gstaad stellte parallel die Hardware auf. Am nächsten Morgen um acht Uhr öffnete die Papeterie mit dem neuen System. «Wir haben am Abend eingerichtet, und am nächsten Tag haben wir bereits damit gearbeitet», sagt Irene Heller. Technisch lief der Wechsel ohne schwerwiegende Zwischenfälle. Kleinere Fehler liessen sich schnell beheben.

Ehrlich bleibt sie trotzdem: «Es ist gut gegangen, aber nicht reibungslos.» Der Grund liegt für sie nicht beim System. Ihr Team arbeitete seit vielen Jahren mit der alten Software, jede Eingabe sass und war Routine. «Wir haben wieder wie ein Lernender bei null angefangen.» Nach zwei Monaten läuft der Alltag deutlich runder. Das volle Potenzial der Lösung hat die Papeterie noch nicht ausgeschöpft. Dafür will sich das Team nach der Hochsaison bewusst Zeit nehmen.

Der wichtigste Unterschied zeigt sich jeden Morgen: Die Kassen starten zuverlässig. Und wenn eine Frage auftaucht, greift Irene Heller zum Telefon. «Ich habe auch ein Handbuch aber wenn ich anrufe, bekomme ich genau die Auskunft, die ich brauche.» Der Support läuft direkt und unkompliziert, bei Bedarf schaltet sich Curion per Fernwartung auf die Kasse auf. Die Distanz zwischen Chur und Gstaad, anfangs eine Sorge, spielt im Alltag keine Rolle mehr.

Ruhe für die Zukunft

Für Irene Heller kam der Wechsel zur richtigen Zeit. Bald ist sie nämlich vier Monate auf Weltreise. Ihr war wichtig, dass das Team gerade im intensiven Weihnachtsgeschäft nicht auch noch mit Kassenproblemen kämpfen muss. Diese Sorge ist nun vom Tisch.

Ihr Fazit nach zwei Monaten fällt klar aus: «Ich bin froh, dass wir zu Curion gewechselt haben. Ich würde das System jeder Papeterie empfehlen.» Gerade für Fachgeschäfte mit grosser Artikelvielfalt sei die Lösung ideal.